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Erste Handelsschiffe auf dem Rhein -

eine Wasserstrasse wird zur Lebensader

Der Gütertransport auf dem Wasser war und ist bestimmend für den Standort und die Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige. Das heutige Basel hat schon zu römischen Zeiten mit der Rheinschifffahrt den ersten grossen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Im 13. und 14. Jahrhundert machten dann die Zünfte zu Fischern und Schiffleuten die Schifffahrt zu einem organisierten Gewerbe.

Zur Zeit der Römer. Der Rhein galt für die Bevölkerung im Rheinland vorerst als natürliche Grenze und weniger als Handelsstrasse. Caesar zum Beispiel deklarierte den Rhein als Demarkationslinie zwischen den Belgiern und den Germanen. Die kriegerischen Römer brachten mit der Errichtung von Werften für ihre Kriegsflotte einen wirtschaftlichen "Boom" ins Rheintal. Denn immer mehr Handelsschiffe profitierten von der römischen Infrastruktur und machten aus Teilstücken des Stroms eine erfolgreiche Handelsstrasse. Die Ufer des Rheins wurden von den Römern - wie das ganze römische Reich - in einzelne Zollregionen unterteilt, in denen sie jeweils eigene Einfuhr- und Ausfuhrzölle verlangten. Die Zölle bildeten somit eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Gebiete am Rhein.

Unter den Karolingern. Mit dem Verfall des römischen Reiches brach auch der Wohlstand der Bevölkerung und die Schifffahrt zusammen. Häfen und Umschlagsplätze verschwanden. Erst unter den Karolingern ging es wieder aufwärts. Der Fluss wurde erneut zur Lebensader der Rheinlandbevölkerung.

Mit den friesischen Händlern. Um die Jahrtausendwende kamen dann friesische Händler an den Rhein. Sie legten Kolonien an und organisierten den Rhein-See-Verkehr vor allem nach Skandinavien und Grossbritannien.

Zünfte im 14. Jahrhundert. Der Anstieg von Handel und Verkehr im 14. Jahrhundert verlangte mehr Regelungen und Schutz, denn damals war das Raubrittertum einschliesslich der Kaperung von Schiffen an der Tagesordnung. Also schlossen sich Rheinschiffer zu Zünften zusammen. Der Schiffsverkehr gewann mit ihnen allmählich den Charakter planmässiger Linien. Sie sorgten auch für eine fundierte Ausbildung des beruflichen Nachwuchses.

Bis ins 19. Jahrhundert hatten die Wasserwege generell eine grosse Bedeutung, da der Zustand der Strassen noch schlecht war. Speziell für Basel wurde der Gütertransport auf dem Wasser auch bestimmend für Standort und Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige. Im Umfeld der Schifffahrt entstanden neben Umschlags- und Lagerunternehmen Werften sowie Handels- und Dienstleistungsbetriebe jeglicher Art.

Erster Schleppzug in Basel. Am 2. Juni 1904 traf, mit Glockengeläute und Böllerschüssen begeistert begrüsst, der erste Schiffschleppzug in Basel ein. Nach einer zehntägigen Bergfahrt ab Duisburg-Ruhrort legte er beim heutigen Rheinhafen-St. Johann an. Er bestand aus dem Schraubendampfer "Knipscheer IX" und dem Schleppkahn "Christina", der 300 Tonnen Ruhrkohle für das Basler Gaswerk geladen hatte. Seit diesem Ereignis, für das der Ingenieur Rudolf Gelpke verantwortlich zeigte, hat sich die Rheinschifffahrt nach Basel unaufhaltsam entwickelt.

Zunfthaus zu Schiffleuten an der Basler Schifflände um 1838.

Flussaufwärts wurden die Schiffe von Pferden, teilweise auch von Menschen getreidelt.

Der Schraubendampfer "Knipscheer IX" mit der "Christina" im Schleppzug unterhalb des Totentanzes - das Basler Ereignis des Jahres 1904.
 a suivre ....
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